Beim Koepchenwerk am Hengsteysee in Herdecke handelt es sich um ein sog. Pumpspeicherkraftwerk. Es arbeitet nach dem Prinzip, dass in Zeiten geringeren Energiebedarfs die überschüssige (preiswerte) Energie dazu genutzt wird, um Wasser aus einem tiefer gelegenen Gewässer in ein Hochspeicherbecken zu pumpen. In Spitzenlastzeiten wird dieses Wasser wieder abgelassen um damit den temporären Mehrbdarf an Energie zu decken.
Das Alte Koepchenwerk wurde 1927-1930 vom RWE erbaut und nach dessen damaligem Vorstand Dr. Artur Koepchen benannt. Die maximale Leistung der 4 Maschinen betrug zusammen 132 MW. Im Laufe der Zeit zeichnete sich ab, dass wegen Materialermüdung und Modernisierungsbedarf der Bau eines neuen Karftwerkes notwendig werden würde. 1985 wurde direkt neben dem alten Koepchenwerk mit dem Bau einer 153 MW Anlage begonnen, die 1989 in Betrieb genommen wurde. Die alte Anlage konnte schließlich 1994 stillgelegt werden und steht heute unter Denkmalschutz. Statt über oberirdische Druckrohrleitungen wird das neue Kraftwerk nun über einen Druckstollen betrieben. Bei vollständig gefülltem Hochspeicherbecken kann hiermit bis zu 4 Stunden Strom mit Vollast erzeugt werden.
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