Die Zeche Carl liegt im Essener Stadteil Altenessen. Der 1847 gegründete Kölner Bergwerksverein täufte 1856 den Schacht ab, der mit einem Malakowturm mit zwei Maschinenhausflügeln ausgestattet wurde. 1861 wurde die Förderung von Gaskohle aufgenommen. Im Jahre 1883 wurde auf dem Gelände auch eine Kokerei in Betrieb genommen, in der die geföhrderte Kohle weiterverarbeitet werden konnte. Später, nachdem im Jahre 1929 die Schachtanlage Emil die Förderung übernahm, wurde die Kokerei schließlich stillgelegt. Der Schacht diente danach nur noch der Materialförderung. Neben dem Malkowturm samt Maschinenhäusern sind auch das Kesselhaus, ein Kasinogebäude mit Lohnhalle sowie die Waschkaue bis heute (2009) erhalten geblieben. (Quelle: Wilhelm Hermann, Gertrude Hermann: Die alten Zechen an der Ruhr)
Im Jahre 1970 wurde die Anlage endgültig stillgelegt und steht heute unter Denkmalschutz. Die Gebäude wurden umgebaut und werden seit vielen Jahren als Kulturzentrum genutzt.
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