Die Grube Messel wurde im Jahre 1995 in die Liste der Weltnaturerbestätten der UNESCO aufgenommen. Mit über 40.000 Fossilienfunden zählt sie zu den ergiebigsten Lagerstätten der Welt. Das Alter der Funde beträgt etwa 47 Millionen Jahre also etwa 13 Millionen Jahre nach dem Aussterben der Dinosaurier. Hier wurden bereits 109 Pflanzenfamilien, 8 Fisch-, 31 Reptilien-, 5 Amphibien-, mehr als 50 Vogel- und über 30 Wirbellosen-Tierarten gefunden. U.a. wurden auch bereits über 70 Skelette des berühmten Urpferdchens ausgegraben.
Der gute Erhaltungszustand der Funde ist auf die die Art und Weise der Entstehung der Grube zurück zu führen. Vor etwa 47 Millionen Jahren kam es an dieser Stelle zu einem Vulkanausbruch. Das glühende Magma stieg durch Risse im Tiefengestein nach oben. Als es das Grundwasser erreichte kam es durch die schlagartige Verdunstung des Wassers zu einer Explosion, die den etwa einen Kilometer großen Krater entstehen ließ. Dieser lief voll Wasser und durch die große Tiefe und den verhältnismäßig geringen Durchmesser konnte kein Wasseraustausch zwischen der Oberfläche und der Tiefe stattfinden. Alle darin versunkenen Lebewesen wurden daher in großer Tiefe unter Ausschluss von Sauerstoff unter Faulschlamm bedeckt und damit bis heute konserviert.
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