Das Kraftwerk in Heimbach in der Eifel wurde 1905 in Betrieb genommen und war damals mit 12 MW das größte Wasserkraftwerk in Europa. Zunächst wurde die erzeugte Energie in ein 400 Kilometer langes Freileitungsnetz eingespeist und versorgte den Regierungsbezirk Aachen mit elektrischer Energie. Wenig später mussten zusätzlich noch weitere Kraftwerke eingesetzt werden. Heute haben die neuen Maschinen zusammen eine Leistung von 16 MW und es werden jährlich 25 Millionen Kilowattstunden Energie erzeugt.
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Das Kraftwerk Heimbach gilt als schönstes Jugendstilkraftwerk Deutschlands und es steht heute unter Denkmalschutz.
Nicht eindeutig, aber auf Grund von Indizien, wird die künstlerische Gestaltung dem Aachener Architekten Georg Frenzen zugeschrieben. Auch das Innere des Gebäudes, besonders die Leitwarte, ist sehenswert. Die Instrumente sind aus Messing gefertigt und auf einer in Mahagoniholz eingefassten marmornen Rückwand montiert worden.
Der Turm am Seeufer ist der Beginn des 2700 Meter langen Stollens vom Urftsee bis zum Kraftwerk in Heimbach.
Ein weiteres bekanntes Beispiel für Jugendstilelemente an Industriebauwerken findet sich z. B. in der Zeche Zollern II/IV in Dortmund-Bövinghausen.
Funktionsweise
Das Kraftwerk wird über einen Stollen und zwei Fallrohre aus der Urfttalsperre mit Wasser versorgt. Die Rohre haben eine Fallhöhe von 110 Metern und es fließen 18 m³ Wasser pro Sekunde zum Kraftwerk. Ursprünglich wurden im Kraftwerk acht Francis-Turbinen, die mit Seilkupplungen mit Generatoren verbunden waren, zur Stromerzeugung eingesetzt. 1975 wurden die alten Turbinen und Generatoren durch zwei neue, leistungsstärkere Maschinen ersetzt.
Informationen
RWE-Industriemuseum und Jugendstil-Kraftwerk Heimbach, Seerandweg, 52396 Heimbach-Hasenfeld, Tel.: 02446/9504320
Besichtigung des Industriemuseums und des Kraftwerkes sind nur mit Führung möglich. Sa-Do: 14 Uhr, Fr: 13 Uhr (ohne Gewähr)









